Den Schritt wagen

Die Werksiedlung wird dieses Jahr sage und schreibe 60 Jahre alt! In dieser langen Zeit hat sich vieles verändert. Die gesellschaftliche und politische Sicht auf Menschen mit einer Behinderung ging vom vorherrschenden Paradigma der primären Schutzbedürftigkeit, über Integrationsbemühungen, zu den aktuellen Leitideen von Inklusion, Teilhabe und Selbstbestimmung. Auch wir stellen uns dieser Herausforderung, welche mit sich bringen wird, traditionelle Strukturen und bewährte Betreuungskonzepte neu zu denken. Den Weg zu mehr Selbstbestimmung und Teilhabe zu beschreiten, braucht auch Mut zum Aufbruch, Überwindung von Bequemlichkeit und Ängsten. Und in der Werksiedlung sind wir davon überzeugt, dass dieser Weg gemeinsam beschritten werden soll. Mit der Lage unseres Dorfes in einer weiten und wilden Natur sind wir seit jeher aufeinander angewiesen. Die Gemeinschaft ist unsere Stärke. Unser Weg wird deshalb nicht in die 'Individualisierung um jeden Preis', mitsamt Ihren gesamtgesellschaftlich beklagten Konsequenzen der Vereinsamung, führen. Gestern Morgen haben wir unseren BewohnerInnen einen einfache aber nicht leichte Aufgabe gestellt. Sie sollten gemeinsam, und ohne Hilfe der MitarbeiterInnen, einen ungewohnten Weg wagen. Und gemeinsam den Schritt in die Zukunft wagen. Es ist schwierig, mit ein paar Bildern das zu schildern was wir erlebt haben. Aber es war berührend und tief beeindruckend, was uns unsere BewohnerInnen hier vorgelebt haben.

Hier geht's zu den Bildern

27. Januar 2019